Opfer von Zwangsadoptionen

Unzählige Neugeborene wurden bis in die 1970er-Jahre durch Vormundschaftsbehörden von ihren unverheirateten Müttern getrennt. Weil die Frauen aus ärmlichen Verhältnissen stammten, angeblich ein „liederliches Leben“ führten oder aber weil ihre Männer Alkoholiker waren oder als „arbeitsscheu“ galten. Die Mütter wurden oft so stark unter Druck gesetzt, dass sie ihre Neugeborenen zur Adoption „freigaben“. In diesen Fällen spricht man von Zwangsadoption. Aufgrund des geltenden Adoptionsrechts ist es den Opfern dieser erzwungenen Adoptionen praktisch unmöglich, ihre Kinder wiederzufinden. Von den Behörden erhalten die Mütter keine Unterstützung bei der Suche nach ihren Kindern.

Hostettler, Otto; Föhn, Markus (2012): Gebt mir mein Kind zurück (Beobachter 25/2012).

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    http://www.fszm.ch.
    Die Initiative wurde erfolgreich abgeschlossen. Seit Januar 2017 ist das «Bundesgesetz über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981» in Kraft.

    Die Gesuchformulare für die Solidaritätsbeiträge und alle weiteren Informationen zum Gesetz finden Sie unter www.fszm.ch

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