Verdingkinder

In der Schweiz wurden bis weit ins 20. Jahrhundert Kinder auf Dorfplätzen versteigert und verdingt. Jährlich wurden Zehntausende Kinder vorwiegend aus verarmten Familien oder aus Waisenhäusern von den Behörden abgeholt und auf Bauernhöfe verteilt. Dort wurden viele zur Kinderarbeit gezwungen, als Dienstmagd oder Verdingbub ausgebeutet, teilweise schwer misshandelt oder sexuell missbraucht. Viele Kinder starben aufgrund der körperlichen Anstrengungen und Missbräuche. Die meisten Verdingkinder haben schwere Beeinträchtigungen davongetragen. Sie leiden bis heute unter den Entwürdigungen, Peinigungen und den schweren Misshandlungen, die sie in ihren Jugendjahren erleben mussten.

Hostettler, Otto; Strebel, Dominique (2011): Man nahm ihnen sogar das Sparbüchlein (Beobachter 21/2011).

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    Ende September 2016 wurde der Gegenvorschlag zur Wiedergutmachungsinitiative vom Parlament verabschiedet; das Gesetz tritt auf Anfang 2017 in Kraft. Alle Informationen für die Gesuchstellung werden demnächst veröffentlicht unter:

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